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Wer in Italien heiraten möchte ...

Eingetragene Partnerschaft

Zwei volljährige Personen gleichen Geschlechts können...

FAQ

Antworten auf: Was ist das Eheaufgebot? Was der Güterstand? behalte ich meinen Nachnamen? und auf viele Fragen mehr findet Ihr hier!

Eheschließung

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Wer in Italien heiraten möchte, muss die Voraussetzungen des Zivilgesetzbuchs erfüllen und ein Aufgebot in der/den aktuellen Wohnsitzgemeinde/n der Brautleute beantragen und unterzeichnen.

Zwei volljährige Personen unterschiedlichen Geschlechts können vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin (standesamtliche Trauung) oder vor dem Pfarrer bzw. dem Geistlichen (religiöse Trauung) eine Ehe schließen: Die standesamtliche Trauung kann in der Wohnsitzgemeinde des Brautpaares, aber auch in einer beliebigen anderen italienischen Gemeinde nach Wahl der Brautleute (Eheschließung durch Vollmacht) oder im Ausland abgehalten werden (in diesem Fall ist es ratsam, sich vorab mit der zuständigen ausländischen Behörde in Verbindung zu setzen, um zu erfahren, welche Dokumente benötigt werden und ob ein Aufgebot erforderlich ist).

Wenn Sie Ihren Wohnsitz in der Stadtgemeinde Meran haben, wenden Sie sich bitte telefonisch (0473 250149/242) oder per E-Mail ([email protected]) an das Standesamt oder kommen Sie während der Öffnungszeiten (Montag - Freitag von 8:30 - 12:00 Uhr; Donnerstag von 8:30 - 13:00 Uhr und von 14:00 - 17:30 Uhr) direkt im Standesamt vorbei, um:

•     den Aufgebotsantrag für eine standesamtliche/kirchliche Trauung in Meran oder in einer anderen italienischen Gemeinde zu stellen;

•     Datum und Ort der Trauung zu vereinbaren, wenn es sich um eine standesamtliche Trauung in Meran handelt;  

•     die erfolgte Eheaufgebotsbescheinigung für den Pfarrer oder den Geistlichen abzuholen, wenn es sich um eine religiöse Trauung handelt. 

 

Standesamtliche Eheschließung

Die standesamtliche Eheschließung ist unter dem 6. Titel des Zivilgesetzbuchs geregelt. Eine standesamtliche Ehe können italienische und ausländische StaatsbürgerInnen eingehen, sobald die Veröffentlichungsfrist des standesamtlichen Aufgebots abgelaufen ist, ohne dass dagegen Einwände erhoben wurden. Die Eheschließungen werden zu den Uhrzeiten und an den Tagen, die mit dem Standesbeamten/der Standesbeamtin vereinbart wurden, abgehalten:  Die Modalitäten für die Festlegung des Tages und der Uhrzeit, die Vormerkung des Raumes und die Bestimmung der fälligen Gebühr sind im entsprechenden Beschluss des Gemeindeausschusses Nr. 408 vom 12/12/2023 und in der Ordnung der Stadtgemeinde Meran geregelt. Am festgelegten Tag führt der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin (der/die BürgermeisterIn oder dessen/deren StellvertreterIn) die Trauung im Gemeindehaus durch. Dabei müssen verpflichtend zwei volljährige Trauzeugen/Trauzeuginnen anwesend sein.

 

Konkordatsehe und Trauungen anderer staatlich anerkannter Religionsgemeinschaften mit zivilrechtlicher Wirkung

Wer eine Konkordatsehe (katholische kirchliche Trauung mit zivilrechtlicher Wirkung) oder eine Ehe anderer staatlich anerkannter Religionsgemeinschaften mit zivilrechtlicher Wirkung schließen möchte, muss dennoch bei der Wohnsitzgemeinde eine Veröffentlichung der Eheabsicht beantragen und dabei das Dokument beilegen, mit dem der Pfarrer bzw. der Geistliche den Standesbeamten bzw. die Standesbeamtin um Durchführung des entsprechenden Aufgebots ersucht. Nach erfolgreichem Abschluss des Aufgebots müssen die Brautleute beim Standesamt die Bescheinigung über die erfolgte Veröffentlichung holen und es dem Pfarrer oder dem Geistlichen, der den Antrag gestellt hat, aushändigen.

Nach der Eheschließung muss der Pfarrer oder der Geistliche innerhalb von fünf Tagen die Übertragung der Eheschließung im entsprechenden Register des Standesamtes der Gemeinde, in der die Ehe geschlossen wurde, beantragen.

Trauung

Die standesamtliche Trauung ist an folgenden Orten möglich:

•     im Meraner Gemeindehaus, vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin;

•     im Gemeindehaus einer anderen Gemeinde als jener, in der das Aufgebot beantragt wurde (Eheschließung durch Vollmacht);

•     außerhalb des Gemeindehauses, wenn sich die Person nicht fortbewegen kann oder sich in unmittelbarer Lebensgefahr befindet und das Gemeindehaus nicht erreichen kann (Art. 110 des Zivilgesetzbuchs);

•     im Ausland, an den Orten, die in der Rechtsordnung des ausländischen Staates dafür vorgesehen sind.

Kosten und Trauungsräumlichkeiten

In der Stadtgemeinde Meran finden die standesamtlichen Trauungen am Vormittag von Dienstag bis Freitag (für Ansässige und Nicht-Ansässige) und am Samstag (nur für Ansässige) im Gemeindesaal oder in der Landesfürstlichen Burg statt. Die Kosten richten sich nach dem Trauungsort und dem Wohnsitz der Brautleute: Für Ansässige ist der Gemeindesaal nicht kostenpflichtig, während sie für die Landesfürstliche Burg eine Miete von 200,00 € bezahlen müssen, Nicht-Ansässige zahlen hingegen für den Gemeindesaal 300,00 € und für die Landesfürstliche Burg 600,00 €.

 

SONDERFÄLLE

 

Heiratswillige Minderjährige

Minderjährige, die heiraten möchten, müssen beim zuständigen Jugendgericht ihres Wohnsitzes um eine Heiratsermächtigung ansuchen.

 

Ausländische Heiratswillige mit Wohnsitz in Italien

Ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Italien können in Italien nach italienischem Recht vor dem Standesbeamten bzw. der Standesbeamtin, dem Pfarrer oder einem Geistlichen der staatlich anerkannten nichtkatholischen Religionsgemeinschaften heiraten. Dazu müssen ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Italien stets bei dem Standesbeamten/der Standesbeamtin ihrer Wohnsitzgemeinde das Eheaufgebot beantragen. Ferner müssen sie nach Artikel 116 des Zivilgesetzbuchs eine beglaubigte Erklärung der zuständigen Behörde des Herkunftslandes (ausländisches Konsulat in Italien oder konsularische Vertretung im Ausland) zur Bestätigung, dass einer Eheschließung nichts im Wege steht (oder ein Ehefähigkeitszeugnis gemäß Münchner Übereinkommen von 1980) in italienischer oder deutscher Sprache vorlegen. Ist das Dokument in einer anderen Sprache verfasst, muss es übersetzt werden.

Verstehen die Brautleute bzw. die Trauzeugen/Trauzeuginnen oder versteht auch nur eine/einer von ihnen weder Deutsch noch Italienisch, muss vom Brautpaar eine Dolmetscherin bzw. ein Dolmetscher gefunden und mit dem Beistand während des Eheaufgebotes sowie der Eheschließung (mit Ausweis) beauftragt werden.

 

Ausländische Heiratswillige ohne Wohnsitz in Italien

Ausländische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz in Italien können bei uns nach italienischem Recht vor dem Standesbeamten bzw. der Standesbeamtin, dem Pfarrer oder einem Geistlichen der staatlich anerkannten nichtkatholischen Religionsgemeinschaften heiraten. Zu diesem Zweck müssen sie nach Artikel 116 des Zivilgestzbuchs eine beglaubigte Erklärung der zuständigen Behörde des Herkunftslandes (ausländisches Konsulat in Italien oder konsularische Vertretung im Ausland) zur Bestätigung, dass einer Eheschließung nichts im Wege steht (oder ein Ehefähigkeitszeugnis gemäß Münchner Übereinkommen von 1980) in italienischer oder deutscher Sprache vorlegen. Ist das Dokument in einer anderen Sprache verfasst, muss es übersetzt werden. Nach einem formellen Antrag auf Eheschließung bei dieser Gemeinde zwischen 6 und 2 Monate vor der Hochzeit müssen die erforderlichen, 6 Monate gültigen Dokumente mindestens ein bis zwei Monate vor dem gewünschten Eheschließungstermin im Original beim Standesamt eintreffen (Zusendung per Post zugesandt oder persönliche Abgabe im Standesamt). Erst dann wird den Brautleuten der Hochzeitstermin bestätigt und ein weiterer Termin für die Unterzeichnung einer öffentlichen Erklärung über die Erfüllung der im Zivilgesetzbuch festgelegten Voraussetzungen für die Eheschließung vereinbart. Es ist kein Aufgebot erforderlich.

Verstehen die Brautleute bzw. die Trauzeugen/Trauzeuginnen oder versteht auch nur eine/einer von ihnen weder Deutsch noch Italienisch, muss vom Brautpaar eine Dolmetscherin bzw. ein Dolmetscher gefunden und mit dem Beistand während des Eheaufgebotes sowie der Eheschließung (mit Ausweis) beauftragt werden.

 

AUFGEBOT

Für die Eheschließung muss vorher bei der/den Wohnsitzgemeinde/n ein Eheaufgebot beantragt werden. Das Eheaufgebot muss für mindestens 8 aufeinander folgende Tage an der Amtstafel der aktuellen Wohnsitzgemeinde/n der Brautleute angeschlagen werden, ohne dass dagegen Einspruch erhoben wird. Die Trauung darf erst ab dem vierten Tag nach Beendigung der Veröffentlichung stattfinden, muss aber spätestens bis zum 180. Tag erfolgen. Nach Verstreichen dieser Frist muss das Eheaufgebot mit allen erforderlichen Unterlagen erneut beantragt werden.

•       Wenn beide Brautleute ihren Wohnsitz in Meran haben und hier heiraten wollen, müssen sie das Aufgebot für die Eheschließung bei dieser Gemeinde beantragen.

•      Hat die Braut oder der Bräutigam ihren/seinen Wohnsitz in Meran und soll die Ehe in Meran geschlossen werden, ist das Aufgebot vorzugsweise bei dieser Gemeinde zu beantragen. Das Aufgebot wird dann von Amts wegen bei der anderen Wohnsitzgemeinde beantragt.

•       Ist das Brautpaar nicht in Meran ansässig, kann eine Trauung in Meran beantragt werden, wenn das Eheaufgebot in der Wohnsitzgemeinde angeschlagen wurde.

•      Ist die Braut oder der Bräutigam im Register der AuslandsitalienerInnen (A.I.R.E.) eingetragen, während die/der andere ihren/seinen Wohnsitz in Meran hat und soll die Ehe in Meran geschlossen werden, ist das Aufgebot vorzugsweise bei dieser Gemeinde zu beantragen. Das Aufgebot wird dann von Amts wegen bei der anderen Wohnsitzgemeinde beantragt.

•       Haben die Brautleute ihren Wohnsitz nicht in Meran, sind jedoch im Register der AuslandsitalienerInnen (A.I.R.E.) eingetragen, kann die Trauung in Meran beantragt werden, wenn das Eheaufgebot beim italienischen Konsulat ihres Wohnsitzes angeschlagen wurde.

•      Sind die Brautleute nicht in Meran ansässig, aber im Register der AuslandsitalienerInnen (A.I.R.E.) eingetragen und möchten eine Konkordatsehe schließen, müssen sie sich an das italienische Konsulat ihres Wohnsitzes wenden. Die Stadtgemeinde Meran ist dann nur für die Übertragung der Heiratsurkunde zuständig.

Das Aufgebot muss vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin der Wohnsitzgemeinde des Brautpaares in Anwesenheit beider Brautleute (oder von einem/einer der beiden in Vertretung des/der anderen) unterzeichnet werden; oder auch von einer dritten Person, die von ihnen mit Privaturkunde dazu bevollmächtigt wurde; oder durch die Person, die die elterliche Verantwortung trägt oder die Vormundschaft für Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren ausübt: Damit erklären die künftigen Eheleute, dass sie die Voraussetzungen für die Eheschließung (gemäß Artikel 84 bis 88 des Zivilgesetzbuchs) erfüllen und dass keine Hinderungsgründe für den Standesbeamten/die Standesbeamtin vorliegen.

Verstehen die Heiratswilligen oder eine der beteiligten Personen weder Deutsch noch Italienisch, muss vom Brautpaar eine Dolmetscherin bzw. ein Dolmetscher gefunden und mit dem Beistand während des Eheaufgebotes sowie der Eheschließung (mit Ausweis) beauftragt werden.

 

Kosten

1 Stempelmarke zu 16,00 € (wenn sowohl die Braut als auch der Bräutigam ihren Wohnsitz in Meran haben),

2 Stempelmarken zu je 16,00 € (wenn die Braut und der Bräutigam ihren Wohnsitz in zwei unterschiedlichen Gemeinden haben).

 

 

Eingetragene Partnerschaft

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Zwei volljährige Personen gleichen Geschlechts können anhand einer Erklärung vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin einer beliebigen italienischen Gemeinde eine eingetragene Partnerschaft eingehen. Für eine eingetragene Partnerschaft ist keine vorherige Veröffentlichung vorgesehen. Stattdessen unterzeichnen die PartnerInnen das schriftliche Protokoll über ihren Antrag auf Erklärung einer eingetragenen Partnerschaft.

Ausländische StaatsbürgerInnen müssen zur Bestätigung, dass der Gründung einer eingetragenen Partnerschaft nichts im Wege steht, eine beglaubigte Erklärung der zuständigen Behörde des Herkunftslandes vorlegen: Diese Erklärung muss sich ausdrücklich auf die Gründung einer Partnerschaft zwischen Personen gleichen Geschlechts beziehen und in italienischer oder deutscher Sprache ausgestellt sein. Ist das Dokument in einer anderen Sprache verfasst, muss es übersetzt werden.

Der Standesbeamte/die Standesbeamtin muss anschließend die erhaltenen Erklärungen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen und kann von Amts wegen alle Dokumente einholen, die er/sie für notwendig erachtet, um sicherzustellen, dass der Gründung der eingetragenen Partnerschaft keine Hindernisse im Wege stehen. Diese Überprüfungen müssen innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des Protokolls durchgeführt werden. Die eingetragene Partnerschaft muss innerhalb von 180 Tagen nach Abschluss der Überprüfung der vorgelegten Erklärungen begründet werden. Die eingetragene Partnerschaft wird am gewählten Tag in Anwesenheit von zwei volljährigen Zeugen/Zeuginnen und vor dem Standesbeamten bzw. der Standesbeamtin im dafür vorgesehenen Saal gegründet. Bei der Stadtgemeinde Meran finden die standesamtlichen Partnerschaftsgründungen am Vormittag von Dienstag bis Freitag (für Ansässige und Nicht-Ansässige) und am Samstag (nur für Ansässige) im Gemeindesaal oder in der Landesfürstlichen Burg statt. Die Saalmiete richten sich nach dem ausgewählten Saal und dem Wohnsitz der angehenden LebenspartnerInnen: Für Ansässige ist der Gemeindesaal nicht kostenpflichtig, während sie für die Landesfürstliche Burg eine Miete von 200,00 € bezahlen müssen, Nicht-Ansässige zahlen hingegen für den Gemeindesaal 300,00 € und für die Landesfürstliche Burg 600,00 €.

 

Kosten

1 Stempelmarke zu 16,00 € (wenn beide Personen ihren Wohnsitz in Meran haben),

2 Stempelmarken zu je 16,00 € (wenn die beiden Personen, die eine Partnerschaft eingehen möchten, ihren Wohnsitz in zwei unterschiedlichen Gemeinden haben).

 

 

FAQ

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Was ist das Eheaufgebot?

Das Eheaufgebot ist die der Eheschließung vorausgehende Phase des Verfahrens und hat die Aufgabe, Dritte von der Absicht der Brautleute zu unterrichten, eine Ehe einzugehen, und den dazu berechtigten Personen die Möglichkeit zu geben, Einspruch zu erheben: Ziel der Veröffentlichung ist es, sich zu vergewissern, dass die Brautleute alle für die Eheschließung erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen erfüllen.

Das Aufgebot wird vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin des aktuellen Wohnsitzes der Brautleute unterzeichnet und mindestens acht Tage lang an der städtischen Amtstafel ausgehängt, wobei weitere drei Tage für einen eventuellen Einspruch zur Verfügung stehen. Die Eheschließung darf erst ab dem vierten Tag nach Beendigung der Veröffentlichung, spätestens aber am 180. Tag stattfinden.

Für eine eingetragene Partnerschaft ist keine Veröffentlichung erforderlich; stattdessen unterzeichnen beide Parteien auf schriftlichem Antrag beim Standesbeamten/bei der Standesbeamtin einer Gemeinde ihrer Wahl das Protokoll über den Antrag auf Gründung einer eingetragenen Partnerschaft.

 

Wie lange im Voraus muss man ein Eheaufgebot beantragen?

Das Ansuchen für das Eheaufgebot muss rechtzeitig vor dem gewünschten Hochzeitstermin eingereicht werden: Je nach Fall bis zu zehn Monate im Voraus, mindestens aber zwei Monate im Voraus.

 

Wann wird der Termin für die Eheschließung/eingetragene Partnerschaft festgelegt?

Der Termin für die Eheschließung/eingetragene Partnerschaft kann unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit des Bürokalenders und im Einvernehmen mit dem Standesbeamten/der Standesbeamtin festgelegt werden, wenn das Eheaufgebot/Protokoll der eingetragenen Partnerschaft gestellt wird. Er wird bestätigt, wenn die Veröffentlichung an der Amtstafel erfolgreich durchgeführt wurde oder, im Falle einer eingetragenen Partnerschaft, wenn die Parteien das Protokoll über ihre Absicht, die eingetragene Partnerschaft zu gründen, unterzeichnen.

 

Was ist das Nulla osta/die Unbedenklichkeitserklärung zur Eheschließung für eine/n ausländische/n Staatsangehörige/n?

Da die Voraussetzungen für eine Eheschließung durch das nationale Recht des Herkunftslandes geregelt werden, ist das grundlegende Dokument für die Eheschließung einer Ausländerin/eines Ausländers in Italien die Unbedenklichkeitserklärung zur Eheschließung/das Nulla osta, das von der zuständigen Behörde des Herkunftslandes ausgestellt wird. Aufgrund bestimmter internationaler Abkommen und Konventionen gelten für einige ausländische Staatsangehörige andere Bedingungen. Die Unbedenklichkeitserklärung muss bescheinigen, dass nach dem Recht des Herkunftslandes keine Ehehindernisse bestehen. Sie kann ausgestellt werden: von der ausländischen Konsularbehörde in Italien (die Unterschrift des/der Konsularbeamten/in muss von der zuständigen italienischen Präfektur oder dem Regierungskommissariat in Bozen beglaubigt werden); oder von der zuständigen Behörde im eigenen Land (das Dokument muss vom italienischen Konsulat oder der Botschaft im Ausland übersetzt und legalisiert werden). Die Unbedenklichkeitserklärung kann weder durch eine einfache, von der ausländischen Behörde ausgestellte  Ledigkeitsbescheinigung noch durch eine Selbstbescheinigung ersetzt werden. Außerdem ist es ratsam, immer zu überprüfen, ob die persönlichen Angaben auf der Unbedenklichkeitserklärung mit denen im Reisepass übereinstimmen.

 

Ist es möglich, eine freie Zeremonie oder an einem beliebigen Ort zu veranstalten?

Nein. Die Durchführung einer rechtsgültigen standesamtlichen Trauung/eingetragenen Partnerschaft ist an folgenden Orten möglich:


•     im Meraner Gemeindehaus vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin;

•    im Gemeindehaus einer anderen Gemeinde als derjenigen, in der das Aufgebot/Protokoll der eingetragenen Partnerschaft gestellt wurde (Durchführung der Ehe/eingetragenen Partnerschaft durch Vollmacht);

•     außerhalb des Gemeindehauses, wenn sich die Person nicht fortbewegen kann oder sich in unmittelbarer Lebensgefahr befindet und das Gemeindehaus nicht erreichen kann (Art. 110 des Zivilgesetzbuchs);

•    im Ausland, an den Orten, die in der Rechtsordnung des ausländischen Staates dafür vorgesehen sind.

Die Orte, an denen in der Stadtgemeinde Meran standesamtliche Hochzeiten und eingetragene Partnerschaften geschlossen/gegründet werden, sind: der Gemeindesaal in der Laubengasse 192 und der Trausaal in der Landesfürstlichen Burg in der Galileo-Galilei-Straße 21 (mit Ausnahme der Wintersperre vom Dreikönigstag bis Ostern eines jeden Jahres).


Wer führt die Eheschließung/eingetragene Partnerschaft durch?

Die standesamtliche Eheschließung bzw. die Gründung der eingetragenen Partnerschaft wird vom Standesbeamten/von der Standesbeamtin vollzogen, der/die in amtlicher Kleidung gekleidet ist und eine Schärpe mit der Trikolore trägt. Bei diesem kann es sich um den Bürgermeister/die Bürgermeisterin, den stellvertretenden Bürgermeister/die stellvertretende Bürgermeisterin, eine/n Gemeindereferent/in oder ein Gemeinderatsmitglied, eine/n Gemeinderatspräsidentin/en, den/die Gemeindesekretär/in, um fest angestellte Gemeindebedienstete, die einen speziellen Kurs absolviert haben, oder eine/n italienische/n Staatsbürger/in handeln, die/der als Gemeinderatsmitglied wählbar ist und vom Bürgermeister/von der Bürgermeisterin ordnungsgemäß mit dieser Aufgabe betraut wurde.

Es darf keine Unvereinbarkeit zwischen dem/der Standesbeamten/in und den Brautleuten/PartnerschaftswerberInnen aufgrund von Verwandtschaft oder Schwägerschaft in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad bestehen.

 

Wie viele TrauzeugInnen sind erforderlich?

Zwei, und sie sind für die öffentliche Zeremonie unerlässlich – das Amt stellt kein Personal für diese Aufgabe zur Verfügung.

Das Zivilgesetzbuch und die Vorschriften über die eingetragene Partnerschaften schreiben die Anzahl der ZeugInnen vor, d. h. zwei Personen (nicht weniger und nicht mehr) – alle anderen Zeugen, die die Parteien an ihrer Seite haben möchten, haben nur eine rein sentimentale Rolle und können keine Urkunden unterzeichnen.

Die einzigen Voraussetzungen für die Anwesenheit als Zeuge/Zeugin sind Volljährigkeit, Handlungsfähigkeit und die Fähigkeit, die italienische oder deutsche Sprache zu verstehen, in der die Zeremonie stattfindet (andernfalls ist die Anwesenheit eines Dolmetschers/einer Dolmetscherin erforderlich). Der Zeuge/Die Zeugin kann ein/e Verwandte/r oder Schwager/Schwägerin eines oder beider Verlobten sein; er/sie kann seinen/ihren Wohnsitz nicht in der Gemeinde haben, in der die Feier stattfinden soll, oder im Ausland wohnen: Er/Sie muss in jedem Fall im Besitz eines Ausweises sein (Personalausweis oder Reisepass, wenn er/sie kein/e EU-Bürger/in ist) und muss die Heiratsurkunde/eingetragene Partnerschaftsurkunde unterschreiben.

Spätestens 7 Tage vor dem geplanten Datum der Zeremonie müssen die Beteiligten dem Standesamt mit dem entsprechenden Formular die Namen der ZeugInnen mitteilen und den gewählten ehelichen Güterstand erklären.

 

Wie lange dauert die Zeremonie?

Etwa 15 Minuten, bestehend aus der öffentlichen Verlesung des Gesetzes über die Eheschließung/eingetragene Partnerschaft und der Artikel der geltenden Gesetzgebung über die Rechte und Pflichten der Parteien, den Wohnsitz der Familie und die Pflichten gegenüber den Kindern; anschließend werden die Eheringe/Versprechen ausgetauscht und die Urkunde vom amtierenden Standesbeamten, den Brautleuten/PartnerschaftswerberInnen und den ZeugInnen unterschrieben.

 

Ist es erlaubt, am Tag der Trauung/eingetragenen Partnerschaft zu spät zu kommen?

Nein. Damit die Durchführung der Hochzeit/eingetragenen Partnerschaft am vorgesehenen Tag reibungslos ablaufen kann, müssen sich das Brautpaar/die Parteien und zwei volljährige ZeugInnen mit einem gültigen Ausweisdokument vor der mit dem Standesbeamten/der Standesbeamtin vereinbarten Zeit am Ort der Zeremonie einfinden.
Da es sich um einen öffentlichen Akt handelt, muss die Feier mit absoluter Pünktlichkeit beginnen: Verspätungen werden nicht geduldet.

 

Welche Sprachen sind vorgesehen?

Die Sprachen, die im Verfahren zum Eheaufgebot/Protokoll der eingetragenen Partnerschaft und für die Feier der Eheschließung/eingetragenen Partnerschaft akzeptiert und als Amtssprachen anerkannt werden, sind Italienisch und Deutsch.

Wenn die Brautleute oder die Parteien oder eine/r der ZeugInnen weder Italienisch noch Deutsch verstehen, ist die Anwesenheit eines/einer von den Brautleuten/PartnerschaftswerberInnen selbst beauftragten Dolmetschers/Dolmetscherin (mit Identitätsnachweis) zur Simultanübersetzung erforderlich, der/die eine Simultanübersetzung gemäß den Artikeln 16 und 66 des D.P.R. 396/2000 anbietet.

 

Was ist der Güterstand?

Der Güterstand bezieht sich auf die Regeln für den Erwerb und die Verwaltung des Vermögens während der Ehe/eingetragenen Partnerschaft.

Die Gütergemeinschaft gilt als gesetzlicher Güterstand, der automatisch eingeführt wird, sofern die Parteien keinen anderen Willen äußern: Diese Wahl wird weder in der Urkunde der Ehe/eingetragenen Partnerschaft noch in den Auszügen vermerkt.

Dagegen muss die Gütertrennung von den Eheleuten oder PartnerschaftswerberInnen ausdrücklich beantragt werden: Vor der Eheschließung/Gründung der eingetragenen Partnerschaft beim Standesbeamten/bei der Standesbeamtin mittels eines besonderen Formulars, das mindestens sieben Tage vor der Feier auszufüllen ist, beim Pfarrer (im Falle einer kirchlichen Eheschließung) oder beim Geistlichen (im Falle einer Eheschließung durch einen zugelassenen Kult); nach der Eheschließung bei einem Notar. Die Gütertrennung wird auf der Ehe-/eingetragenen Partnerschaftsurkunde vermerkt und in den Auszügen aus den Registern der Trauungen/eingetragenen Partnerschaften festgehalten.

 

Sind Eheringe erforderlich?

Nein. Vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin und den TrauzeugInnen müssen keine Eheringe getauscht werden.

 

Wann erhalten Sie die Auszüge?

Am Ende der standesamtlichen Trauung/eingetragenen Partnerschaft erhält das Paar sofort einen Umschlag mit den Urkunden und Auszügen aus den Registern der Trauungen/eingetragenen Partnerschaften, die sechs Monate lang gültig sind (auf Wunsch auch in mehrsprachigem Format zur Verwendung in Ländern, die das Wiener Übereinkommen von 1976 unterzeichnet haben). Die Bescheinigungen können in jedem Fall kostenlos beim Standesamt angefordert werden.

 

Wird der Familienname nach der Heirat automatisch geändert?

Nein. Rein rechtlich gesehen behalten alle Beteiligten mit italienischer Staatsangehörigkeit immer ihre Identität, d. h. den beim Meldeamt eingetragenen Namen. Nach italienischem Recht behält eine verheiratete Frau auch ihren Mädchennamen und muss ihren Namen immer mit diesem unterschreiben. Es gibt nur eine Möglichkeit, durch welche die Ehefrau offiziell den Nachnamen ihres Mannes annehmen kann, und zwar durch einen Antrag auf Änderung ihres Nachnamens beim Regierungskommissariat Bozen.

Für die ausländischen PartnerInnen hingegen gelten die Bestimmungen des Herkunftslandes.

 

Ist eine Änderung des Familiennamens nach der eingetragenen Partnerschaft gesetzlich vorgesehen?

Nein. Das Gesetz über die eingetragene Partnerschaft sieht eine rein symbolische Wahl des Nachnamens vor. Die Personen in einer eingetragenen Partnerschaft können nämlich beschließen, für die Dauer der Partnerschaft einen gemeinsamen Nachnamen anzunehmen und diesen durch eine Erklärung vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin aus ihren Nachnamen auszuwählen oder ihren eigenen Nachnamen, falls dieser abweicht, vor oder hinter den gemeinsamen Nachnamen zu setzen.

Die Wahl hat nur symbolischen Wert, und in offiziellen Dokumenten wird jede Person weiterhin nur ihren ursprünglichen Nachnamen verwenden.

 

Weitere Informationen zur Eheschließung/eingetragenen Partnerschaft in der Stadtgemeinde Meran finden Sie in den entsprechenden Ordnung.

 

 

Diese umfangreichen Informationen hat uns 
Sara zusammengestellt.
Herzlichen Dank für die Mühe!